In der heutigen Zeit wird meist mit Boilies, Weitwurfruten und hohen Bleigewichten auf Karpfen geangelt. Dieses moderne Karpfenangeln wird auch von der Angelindustrie gefördert da diese auch ein Interesse daran hat das moderne Köder und fortschrittliche Materialien verwendet werden. Allerdings existiert auch eine Angeltechnik die weitab von künstlichen Ködern wie Boilies, hochmodernen Angelruten und exotischen Montagen ist – das Indianerangeln. Die Angeltechnik ist sehr naturnah und besonders an Gewässern mit hohem Angeldruck sehr fängig. Im Folgenden werden die Grundlangen vorgestellt.

indianerangeln
Angelstelle finden
Der erste Unterschied zum modernen Karpfenangeln beginnt schon bei der Wahl der Angelstelle, an der den Karpfen nachgestellt werden soll. Wählt man beim modernen Karpfenangeln meist gut zugängliche Stellen, bei denen der Zugang und der Uferbereich frei zugänglich und unbewachsen ist, so wählt man beim Indianerangeln die Angelstellen, bei denen Büsche ins Wasser hängen, oder Stellen unter Bäumen und Sträuchern, die über das Wasser hängen. An solchen Stellen findet der Karpfen häufig viel natürliche Nahrung. Seien es Insekten, die vom überhängenden Ast ins Wasser gefallen ist oder der Regenwurm, der ins Wasser fällt. Aber auch pflanzliche Nahrung wie Früchte die von Bäumen ins Wasser fallen empfindet der Karpfen als erstklassige Ergänzung seines Speiseplanes. Solche ufernahen Stellen, an denen der Karpfen häufiger Leckerbissen findet behält er im Gedächtnis und besucht sie regelmäßig um nach neuen Futterquellen zu suchen. Genau solche Stellen sind es, die beim Indianerangeln genutzt werden, denn dort kehren die Karpfen auf natürliche Weise immer wieder hin zurück.

Montage und Köder
Ist die Angelstelle gefunden muss man sich für eine Montage entscheiden. Bei dieser Angeltechnik verwendet man sehr feine Montagen mit keinen oder nur sehr leichten Bleigewichten. Die Montagen sind einfach und leicht. Große Bleigewichte sind auch nicht nötig da man bei dieser Angeltechnik sehr ufernah angelt und keine weiten Würfe notwendig sind. Hier zeigt sich die Posenmontage als gut geeignet. Die Pose sollte sehr gut ausgebleit und klein sein. Die Karpfen fressen solche natürliche Nahrungsarten viel vorsichtiger und spüren sehr schnell wenn die Pose zu groß oder schlecht ausgebleit ist.

Bei der Wahl des Köders sollte man die Köder bevorzugen, die auch natürlich im Wasser vorkommen. Als Beispiele kann man Tauwürmer, Heuschrecken, Nacktschnecken oder Früchte wie Pflaumen, Kirschen verwenden. Bei Früchten sind solche zu empfehlen, die der Karpfen kennt und an ufernahmen Bäumen wachsen.

Besonders an naturnahen Gewässern ist das Indianerangeln sehr erfolgreich. Aber auch für den Angler ist diese Methode etwas Besonderes. Man ist dem Fisch viel näher als beim modernen Karpfenangeln. Man sollte sich jedoch mit der Lebensweise, der Ernährung und dem natürlichen Verhalten des Karpfens auseinandersetzen. Nur wer die Routen der Karpfen im Wasser beobachtet kann solche vielversprechenden Stellen finden und hat dann auch sehr schnell den ersten Karpfen am Haken.

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