Jeder Angler träumt davon besonders kapitale Fische an den Haken zu bekommen. Karpfenangler am heimischen Baggersee versuchen gezielt auf große Karpfen mit einem hohen Gewicht zu angeln und wählen ihre Köder gezielt aus. Auch beim Hechtangeln versuchen Angler möglichst einen Hecht an den Haken zu bekommen der die 1 Metermarke überschreitet. Manche Angler reisen sogar nach Spanien an den Ebro oder nach Italien an den Po um dort besonders große Waller landen zu können. Was uns Angler daran fasziniert ist schwer zu beschreiben, ist es die enorme Kampfkraft, die ein solcher Fisch entfaltet oder eine Art Belohnung für einen oft langen Ansitz. Einem Nicht-Angler ist das sicher kaum zu verdeutlichen.

Seit einiger Zeit ist ein Trend zu erkennen, der über die heimischen Fischarten hinausgeht. Einigen Anglern sind die heimischen Fischarten nicht mehr genug und sie streben danach noch kapitalere Exemplare an den Haken zu bekommen.
Entweder entscheidet man sich dann für das Big Game Fishing auf Lachs und andere Salzwasserfische oder man wählt eine andere Region für den nächsten Angelurlaub aus. Afrika wird in den letzten Jahren unter den Anglern immer beliebter und bietet dem ambitionierten Angler ganz besondere Möglichkeiten dicke Fische zu fangen.

Als besonders kampfstark und ausdauernd wird der Nilbarsch, auch Viktoriabarsch genannt, eingestuft. Der Nilbarsch ist in Afrika weit verbreitet und lebt im Nil, im Kongo, im Albertsee und vielen weiteren Gewässern in Nord- und Mittelafrika. Im Jahre 1960 wurden nur wenige Exemplare des Nilbarsches in den Viktoriasee eingebracht. In den folgenden Jahren haben sich diese wenigen Exemplare im Viktoriasee so stark vermehrt das der Bestand an einheimischen Fischen wie den Buntbarsch-Arten gefährdet und schließlich ausgelöscht wurde. Für Angler ist der Viktoriasee zum Angeln auf den Nilbarsch, dort Viktoriabarsch genannt, eine gute Möglichkeit einige dieser kapitalen Barsche an den Haken zu bekommen. Mit einer Maximallänge von bis zu zwei Metern und einem Gewicht von bis zu 200 Kilo bietet er für den Großfischangler eine ganz besondere Herausforderung.

Beim Angeln auf kapitele Viktoriabarsche sollte man eher tiefere Gewässerabschnitte bevorzugen. Diese Barsche halten sich bevorzugt in Wassertiefen von 8 bis 50 Metern auf. Der Fisch lebt räuberisch und ernährt sich bevorzugt von anderen Fischen wie dem Hering und Buntbarschen. Die Barsche laichen im Frühjahr im offenen Wasser. Die Fischbrut dieser Barsche kann häufig auch in den Flachwasserbereichen beobachtet werden. Jungfische ernähren sich in den ersten Wochen von Zooplankton und wachsen im Schutz des Uferbereiches der Gewässer heran vor sie in tiefere Gewässerbereiche wechseln.

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