Im Bereich des Karpfenangelns ist es leider oft so, dass man gerade wenn man ein gutes Gewässer ausmachen konnte und dieser Erfolg kommt nicht von irgendwo her, meist ist man Stunden lang damit beschäftigt Foren zu durchforsten oder auf Google Maps die Blauen Flecken zu studieren, stellt man fest das es mit Reisebereitschaft verbunden ist.

Hat man also ein Gewässer lokalisieret, welches einem zusagen könnte, hat man also leider oft das Problem, dass dieses Gewässer nicht direkt vor der Haustüre liegt. Jetzt wünscht man sich natürlich, dass man an diesem mühsam erkundeten Gewässer vorherschenden Bestimmungen und Konditionen antrifft, welche es uns erlauben am Gewässer ein Zelt aufzustellen, um sich die Organisation von Unterkünften und somit zusätzlichen Kosten und Mühen zu ersparen.

Diese Gedanken wären es oft gar nicht die uns abschrecken an solch ein Gewässer zu reisen, nein es sind eher die Bestimmungen, die ein Gewässer attraktiv oder eher unattraktiv erscheinen lassen. Wenn man also schon weit reist, möchte man doch die Natur und das Angeln voll erleben und nicht nach Sonnenuntergang in einem kleinen Hotelzimmer die Türe hinter sich zu machen. So ist es also sehr wichtig für viele Karpfenangler, dass man ein Zelt am Angelplatz stellen darf. Wäre Nachtangeln verboten wäre es halb so schlimm. Ideal ist es natürlich, wenn Nachtsangeln erlaubt ist. Ist dies der Fall steigt die Chance auf einen guten Fang und ebenso die Lust und Motivation ein solches Gewässer befischen zu wollen.

Diese Gewässer gibt es keine Frage nur muss man bereit sein dafür ein bischen herumzureisen. Dies setzt natürlich eine gewisse Mobilität voraus und die Bereitschaft sich nicht auf ein Bundesland festzulegen, in dem mann Fischenfangen möchte.

Hier habe ich ein Gewässer, dass ich vorstellen möchte an dem die gewünschten Bestimmungen anzutreffen sind. Der See, der mich persönlich eher an einen Englischen Pool erinnert als an ein großes Naturs belassenens Gewässer liegt in der Oberpfalz.

Dieser kleine See mit dem Namen Rädlinger See / Satzdorfer See hat eine Wasserfläche die ca. 0,26 Quadrtakilometern. Die Durchschnittstiefe beträgt ca. 2,5 m. Die tiefste Stelle im See ist mit bis zu 4,7 m anzugeben. Der See ist eine alte Kiesgrube, die im Privatbesitz ist. Die Angelsaison findet ganzjährig statt.

Besonderheiten: Der See ist vorallem wegen seiner flachen Ufer im Sommer bei Badegästen sehr beliebt. Deshalb muss man sich im Sommer entweder damit arrangieren, oder wählt seine Session bei nicht so gutem Wetter, oder noch besser im Herbst oder Frühjahr. In diesem See ist eine Insel anzutreffen, die jedoch nicht betreten werden darf. Das Angeln ist nur vom Ufer aus gestattet. In den Sommer Monaten ist der See stark verkrautet, was ein Boot zum fischen unerlässlich macht. Das Fischen sieht also folgendermassen aus.

Man muss sich mit dem Boot eine krautfreie Stelle im See suchen und dort seine Montagen ablegen. Hat man einen Fisch haken können sollte man sofort ins Boot um den Fisch von dort aus zu Drillen. Tut man dies nicht bekommt man mit sicherheit einen Abriss. Hält man sich jedoch daran kann man im Normalfall alle Fische sicher landen. Die Fische die dort zu erwarten sind, sind die große Überaschung! Der See hat einen enormen Bestand richtig Kapitaler Burschen. Es gibt Graskarpfen bis 60 Pfund und Spiegel sowie Schuppenkarpfen fängt man bis 50 Pfund. Es ist immer mit einem richtig dicken zu rechnen. Catch & Release wird an diesem See bevorzugt praktiziert.  Der See ist wirklich für seine Rießen berühmt. Aktuell habe ich von einen Bericht gelesen, in dem stand das der See großflächig von dem Kraut befreit wurde.

Dieser See ist mit sicherheit vorallem im Sommer durch den Badebetrieb und die mögliche Verkrautung nicht allzu einfach zu befischen. Wenn man jedoch einen Run bekommt entschädigt dieser meist durch einen der im See befindlichen rießen Karpfen. Der See ist auf jeden Fall eine Reise sowie eine Session wert.

Dann kann man nur noch viel Spass am See und Petri Heil wünschen.

 

Hier noch mal die wichtigsten Infos zusammengefasst:

Region: Der See liegt in der Oberpfalz im Landkreis Cham

Fischarten: Karpfen, Waller, Barsch, Schleie, Hecht, Zander, Amur, Bachforelle, Regenbogenforelle, Seeforelle

Eigentümer: Der See ist ein Privatsee (Eigentümer ist Josef Rädlinger)

Karten: Tageskarte 10 Euro; Wochenkarte 30 Euro; Monatskarte 40 Euro; Jahreskarte 100 Euro

Kartenverkauf: Fischereibeauftragter Albert Althammer

Gutmaninger Straße 35, 93413 Cham,

Tel. 0 99 71 / 3 17 82

Weiterhin können Tageskarten beim Zoogeschäft Holzer in Cham beim Regental – Einkaufcenter erworben werden.

Tourist – Info: Gemeinde Runding, Tel. 0 99 71 / 8 56 20

Bestimmungen: Nachtangeln erlaubt, Boot erlaubt, Anfüttern erlaubt, Zelt ohne Boden erlaubt, Hunde am Angelplatz verboten, alle anderen Bestimmungen sind auf den Tageskarten nachzulesen.