Es gibt ja mitlerweile eine Vielzahl an Kombinationen für Karpfenrigs. Ich möchte euch eine weitere Kombination aus geflochtenem Vorfach und einem monofilen Vorfach erläutern. Den entscheidenden Unterschied bei diesem Rig spielen zwei neue Komponenten. Zum einen verwende ich ein Vorfachmaterial, welches sich Triggalink nennt und dem Rig schließlich auch seinen Namen verleiht, zum Anderen spielt hier eine andere Hakenform eine große Rolle.Ich möchte mit der neuen Hakenform beginnen. Dieser Haken nennt sich der “Kurv”. Dieser Kurv Shank Haken ermöglich es viele neue Rigs und somit verschiedene Varianten der Köderpräsentation zu verwirklichen. Durch den leicht gebogenen Hakenschenkel und das nach innen gebogene Hakenöhr hat man auch bei diesem Haken fast eine Garantie, dass der Karpfen den Haken nach dem Biss nicht wieder loswerden kann.

Die leichte Biegung des Kurv Shank Hakens sorgt im Karpfenmaul dafür, dass er kippt und sich im Karpfenmaul drehen kann. Dieser Effekt verspricht eine sichere Hakeigenschaft beim angeln auf Karpfen. Das nach innen gebogene Hakenöhr unterstützt diesen Effekt noch und sorgt dafür, dass der Haken sicher greift. Zusätzlich wird die Verwendung eine Schrumpfschlauches, wie man ihn verwenden würde um einen Line Alinger herzustellen überflüssig, da der Haken diesen Effekt von Haus aus mitbringt.

Das geflochtene Vorfachmaterial, welches sich Triggalink nennt hat folgenden Effekt. Dieses Material ist im trockenen Zustand dehnungsarm. Wird es ins Wasser eingebracht so saugt sich dieses Material voll und dehnt sich etwas aus. Es dehnt sich aber nicht nur vom Volumen her, sondern bekommt auch eine Dehneigenschaft, welches es sehr flexibel macht. Es dehnt sich ca. 1 bis 2 cm.

Dieses Rig ist speziell für den Einsatz  zum Angeln auf sehr scheue Karpfen entwickelt worden. Durch die Dehnung des Vorfaches wird der Karpfen keinen Wiederstand spüren und keinen Verdacht schöpfen, bis er sich schließlich selbst hakt. An stark befischten Gewässern mit Karpfen, die des öfteren bekanntschaft mit Schnüren und verschiedensten Rigs gemacht haben, kann dieser Effekt den entscheidenden Erfolg bringen.

Wie sieht dieses Triggalink Rig nun aus.

Für den Bau eines solchen Rigs verwende ich das Triggalink Vorfachmaterial der Firma Nash in der Stärke 15lb. Als monofile Komponente verwende ich das Soft Fluorocarbon von der Firma Korda ebenfalls in der Stärke 15lb. Als Haken verwend ich den Kurv Shank Haken in der Größe 4 der auch von Korda stammt. Diese Hakengröße verwende ich für Boilies bis 30 mm Durchmesser.

Um später die Montage fertig zu stellen, habe ich hier noch die Komponenten aufgezeigt, um das Rig an einem Leadcore mit Hilfe einer Safety bolt Montage auf dem Gewässergrund anzubieten. Hierzu verwende ich Ring Swivels, Lead Clips und Tail Rubbers. Als Leadcore verwend ich in diesem Fall eines der Firma Mika in schwarz und 25lb Stärke.

Man schneidet sich also ca. 15 cm des Triggalink Vorfachmateriales ab und beginnt damit sich das Haar abzulängen, und bindet den Haken als ganz normalen KnoKnot.

Ich wickle das Vormachmaterial 7 oder 8 mal um den Hakenschenkel, also einige male mehr da ich auf einen Schrumpfschlauch verzichten werde. Der Haken und seine Form wie gesagt bringen diesen Effekt schon mit, welchen man mit einem Schrumpfschlauch bei gewöhnlichen Hakenformen erzeugen würde.

Als nächstes ziehe ich ein kleines Stückchen Schrumpfschlauch auf den Hakenschenkel und schrumpfe es über heißem Wasserdampf. Dieses kleine Stückchen unterstützt nun, dass der Boilie die richtige Ausrichtung zum Haken hat, der nun wie eine Klaue am Gewässergrund hinter dem Hakenköder lauert. So wird alles ein wenig besser fixiert und man vermeidet auch Verwicklungen des Hakenköders und des Hakens miteinander.

Nun schneidet man sich ca. 15 cm des Fluorocarbon ab und bindet es an das Triggalink Vorfach an. Ich verwende immer eine Variante des Blutknotens. Es gibt verschiedene Varianten um zwei Schnüre miteinander zu verbinden, man sollte selbst herausfinden welchen Knoten man gerne bindet und welchem man selbst vertraut. Das Stück, welches aus dem Triggalink Vorfach besteht kann zwischen 2 und 5 cm betragen.

Auf dem Bild kann man gut sehen, wie kurz hinter dem Haken das Triggalink noch nicht nass geworden ist. Vor dem knoten, an welchem ich es für die Verbindung angefeuchtet habe ist es ein wenig aufgequollen und hat bereits den genannten Dehneffekt.

Auf diesem Bild sieht man wie ich das Stückchen Schrumpfschlauch bereits geschrumpft habe, und einen Boilie angebracht habe. Man kann auch schön sehen, wie der Haken die Form einer Klaue erhält und so hinter dem Boilie auf seine Bestimmung wartet.

Zum Schluß habe ich an den Knoten der beiden Materialien noch ein wenig Knetblei geformt. Der vordere Teil ist nun bis zum Knetblei sehr weich und flexibel. Weiterhin durch die Dehnung des Triggalink Vorfachmaterials noch ein wenig mehr.

Der Karpfen dem dieses Rig vorgesetzt wird, mag er auch noch so vorsichtig den Boilie aufnehmen, wird vorerst keinen Wiederstand spüren, erst wenn das Rig gestreckt wird greift die Klaue zu. Am Ende habe ich jetzt einen Ring Swivel angeknotet, um dem ganzen Rig noch mehr spiel zu verleihen. An diesen Ring Swivel werde ich nun mein Leadcore einbauen um die Montage zu vervolständigen.

Zum Schluß habe ich das Leadcore angebracht und die restlichen Komponenten für die Safety Bolt Montage aufgefädelt. Nun ist das Triggalink – Kombi Rig zum Einsatz auf das Fischen von Karpfen bereit. Wer es gerne mag nicht immer nur das gleiche Rig zu verwenden oder wie ich probierfreudig ist, was neue Hakenformen und Materialien angeht, der ist mit diesem Rig mit Sicherheit gut bedient.

Nun hoffe ich, dass ich euch einen Tipp geben konnte um den einen oder anderen durch viel Angeldruck scheu und vorsichtig gewordenen Karpfen doch ans Band zu kriegen.

Ich wünsche euch Tight Lines und viel Spass am Wasser …

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